Salü, Hoi, Grüezi ... GriasEich, meine Gedanken zum "Peak Oil"!

This time I blog in german, but you can translate it here.

Nach sechs Semestern Ökoenergietechnik Studium an der FH-Wels habe ich mir einen guten Überblick geschaffen, wie es um unsere Energieversorgung so steht.


Meine Schlussfolgerungen erzähle ich inzwischen regelmäßig Freunden, Verwandten und Bekannten. Das Gespräch beginnt meistens mit weit verbreiteten Meinungen, die etwa so klingen:

"Das Öl reicht uns eh noch 20-30 Jahre und inzwischen kommt schon was neues, da ist ja eh der Wasserstoff und so - mit dem fahr ma halt dann weiter ... "

peak-oil

Ich antworte dann immer folgendes:

"Nicht das Ende des Öls ist unser Problem, sondern der Peak-Oil. Das so genannte Ölfördermaximum, welches in vielen erdölfördernden Ländern wie Alaska, Syrien oder Norwegen bereits überschritten wurde.
Zeitgleich steigt der tägliche Verbrauch an Öl, welcher sich irgendwann nicht mehr mit der täglichen Fördermenge decken lässt. Dies lässt sich zwar über Puffer und den globalen Markt hinauszögern, es wird aber definitiv zu Engpässen kommen.
Was dann folgt kann sich wohl jeder, in einer vom Öl vollkommen abhängigen Wirtschaft, leicht selbst ausmalen. Sobald über die Medien echte Versorgungsprobleme trotz Zahlungsfähigkeit des zu der Zeit aktuellen Ölpreises publik würden, wäre der Aufschrei groß. Angefangen mit Hamsterkäufen und den Reaktionen der Börsen ist bis hin zu Krieg alles möglich.
Dann ist das Drängen Richtung alternativen Energien natürlich groß! Aber ein Umstieg kann leider nicht von heute auf morgen passieren. Zurzeit decken die meisten Staaten nicht einmal den ständig weiter steigenden Energiebedarf mit regenerativen Energiequellen.
Eine Wechsel bedarf mehr als nur andere Energie-Konsumeinstellungen der Bevölkerung. Auch das Verbrauchsverhalten muss sich ändern, Energieeffizienz ist notwendig um überhaupt die Versorgung unserer Energiedienstleistungen über Windräder, PV-Module, Kollektoren, Akkus, Wasserstoff ... möglich zu machen.
Das alles muss aber auch produzieren werden. Und dies geht leider nur mehr über ein gut ölgeschmierte funktionierende Weltwirtschaft.
Darum wäre die Zeit zu handeln gerade JETZT, wenn alles noch gut läuft. Den wenn wir warten bis uns Versorgungsprobleme uns die Schlinge um den Hals zuziehen, wird unser Leben sehr viel schwieriger werden!"


Dann folgen Diskussionen über "Pfadabhängigkeit", "Verteidigung des Status quo", "Kernfusion", "staatliche Förderungen", "menschlicher Egoismus", "Politik", "was für Auswege es gibt" und so weiter - immer wieder interessant!


Ich bin froh das ich vor 4 Jahren mit einer reinen Techniker Karriere noch nicht zufrieden war und mich entschieden habe mich in eine Richtung weiter zu bilden die mir wirklich etwas bedeutet. Ökoenergietechnik Projekte motivieren mich und ich werde mein Möglichstes tun um die Zukunft freundlicher zu gestalten, als sie für mich jetzt aussieht.


Hier noch der Artikel, der mich zu diesem Blog-Eintrag motiviert hat - wenn ich ihr es nicht mir glaubt, glaubt es den Schweizern. :-)
klick: NZZ(Neue Zürcher Zeitung)

Comments (2)
See Older Posts...